Freitag, November 14, 2008

Warum ich mir das Adagio von Albinoni kaufte.


Ich las das Buch von Steven Galloway: "Der Cellist von Sarajevo"
Auf dem Buchumschlag steht geschrieben:

"Zu Beginn der 90er Jahre wird das belagerte Sarajevo aus den Bergen ringsum Tag und Nacht beschossen. Die Bürger der Stadt leben in permanenter Angst, Nahrung und Wasser werden knapp. Eines Tages muss ein Mann von seinem Fenster aus mit ansehen, wie eine Mörsergranate zweiundzwanzig Menschen tötet, die vor einer Bäckerei Schlange stehen, weil es endlich wieder einmal Brot gibt. Der Mann ist Cellist, vor dem Krieg war er der erste Cellist des Philharmonischen Orchesters von Sarajevo, und er trifft eine mutige wie irrsinnige Entscheidung: Jeden Tag um vier Uhr nachmittags zieht er seinen Frack an, setzt sich mit seinem Cello auf die Geröllhalden vor seinem Haus und spielt das Adagio in g- Moll von Tommaso Albinoni. Zweiundzwanzig Tage lang, zum Gedenken an die Toten.
Die Bürger von Sarajevo hören ihm zu, darunter eine Scharfschützin, ein verängstigter Familienvater und ein einsamer, alter Mann. Sie alle sind verzweifelt, träumen vom alten oder einem neuen Sarajevo, wollen dem Hass und der Furcht entfliehen. Und sie alle werden vom Spiel des Cellisten berührt. Ein bewegender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht und der inmitten von Krieg und Zerstörung Zeichen von Hoffnung und Menschlichkeit entdeckt."

Wenn man das Buch auch nicht liest, ist es doch wunderbar zu wissen, dass es den Cellisten Smailovic wirklich gab. Dass er während der Belagerung von Sarajevo tatsächlich sah, wie 22 Menschen nach einem Bombenangriff starben und er daraufhin beschloss, zu ihrem Andenken 22 Tage lang Albinonis Adagio in g- Moll zu spielen. Er trotzte der grossen Lebensgefahr durch Bomben und Schüsse und wurde zum Symbol der Hoffnung und des Trostes. Er lebte Menschlichkeit in einer Zeit der Unmenschlichkeit. 1993 verliess der Cellist Sarajevo und lebt nun in Nordirland.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

liebe gabriela fast täglich besuche ich dich-aber anschreiben kann ich dich nimmer..gerade heute hab ich es auf dein mail hin wieder versucht..kommt immer zurück..no idea,was krumm läuft..herzlicher gruss,jac

Herzblatt hat gesagt…

Wie hat Dir das Buch gefallen?
LG,
Iris

Gabrielas Tagebuch hat gesagt…

liebe jac
sorge dich nicht. warum die e-mail nicht funktioniert, weiss ich leider auch nicht. aber ich freue mich über deinen besuch!

schlof guet!

Gabrielas Tagebuch hat gesagt…

liebe iris

das adagio von albinoni gefällt mir sehr. zu lesen, wie der cellist den menschen mit seiner kunst hoffnung gab, wie er dafür sein leben riskierte, ging mir sehr zu herzen. aber dies spielt sich alles auf ein paar wenigen seiten ab. und dafür hat es sich für mich gelohnt, das buch zu lesen. der grosse rest hat mich nicht so recht begeistert.

liebe grüsse