Montag, August 27, 2007


Weltende

"Es ist ein Weinen in der Welt,
Als ob der liebe Gott gestorben wär.
Und der bleierne Schatten, der niederfällt,
Lastet grabesschwer.

Komm, wir wollen uns näher verbergen....
Das Leben liegt in aller Herzen
Wie in Särgen.

Du! wir wollen uns tief küssen -
Es pocht eine Sehnsucht an die Welt,
An der wir sterben müssen."

Else Lasker-Schüler
1869-1945

Kommentare:

Christa hat gesagt…

Einsiedler Welttheater
Wow, das muss ja wirklich eindrücklich gewesen sein. Schon alleine die „Kulisse“ ist ja atemberaubend und wenn ich mir dann vorstelle, dass davor Theater gespielt wurde ….bestimmt ganz toll!

Früher, als meine Grossmutter noch unter uns weilte, waren wir oft in Einsiedeln. Das jährliche Familientreffen fand dort statt und die Sonntagsmesse war ein Muss. Als Kind war es natürlich nicht so der Hit, aber mit den Jahren wurde es immer schöner und eindrücklicher. Das Kloster ist geblieben, die Familientreffen auch und die Erinnerung „a mis Grosi“ :-)

Wünsche Dir, liebe Gabriela einen guten Start in die neue Woche und möge das „Weltende“ ganz, ganz fern sein.

Es grüsst Dich herzlich
Christa

Gabrielas Tagebuch hat gesagt…

liebe christa

ja, diese aufführung war kolossal beeindruckend. weil sie ja im freien war und keiner raumbeschränkung unterlag, hatte ich das gefühl, mitten im geschehen zu sein. die pilgerzüge mit den vielen kranken, die da vorbeizogen sahen so echt. uns erfasste ein grauen, als am schlusse von den klostertürmen menschliche puppen herunterflogen.

also mit kleinen kindern würde ich da nicht hingehen, denn das ende ist wirklich traurig und hoffnungslos. keiner überlebt.

mir fehlen sie auch, die grossen mütter, die grossmütter. und wie du schreibst, zum glück bleiben die erinnerungen....

umarmung
gabriela