Montag, August 25, 2008

Astrid Lindgrens Welt

In Astrid Lindgrens Welt, in Vimmerby finden ihre unvergesslichen Geschichten eine Fortsetzung. Man feiert ein Wiedersehen mit den bekannten Figuren wie Pippi, Michel, Madita, Karlsson, Ronja und begleitet sie an die Schauplätze, die wir so gut kennen. Überall finden Theateraufführungen im wunderschön gelegenen Park statt.
Damit verloren gegangene Kinder sofort wieder gefunden werden, bekommen sie am Eingang ein Armband mit der Handynummer ihrer Eltern.

Karlsson vom Dach
Die Häuser in Bullerbü sind so gross, dass Kinder bequem eintreten können, die Erwachsenen aber stecken bleiben.
Pippi Langstrumpf
der Limonadenbaum
Michel in der Suppenschüssel

Ronjas Räuberburg
Noch mit dem Lied "Hey Pippi Langstrumpf, trallari, trallahey, tralla, hoppsasa" auf den Lippen, fahren wir zu Astrid Lindgrens Geburtshaus. Im Garten finden wir auch einen riesigen Baum, das Vorbild für den Limonadenbaum.
Dann gehts weiter nach Katthult, wo die drei Michelfilme gedreht wurden. Michel heisst in Schweden übrigens Emil. Hier ist Michels Haus mit der Fahnenstange, an der Klein Ida hochzegogen wurde.
Hier sieht man den Tischlerschuppen und die Vorratskammer, die durch ein Holzbrett miteinander verbunden sind.

"Michel muss mehr Männchen machen"Hier sind zwei Freiwillige, die Michel beim "Männchen schnitzen" helfen.

Sonntag, August 24, 2008

erster Schnee






Als wir heute Morgen von Lenzerheide/Valbella mit der Seilbahn aufs Rothorn fuhren, sahen wir zu unserer grossen Überraschung, dass die Berge ringsum mit Schnee verzuckert waren!

Für Monsieur T.M.


Ich wünsche einen erholsamen Sonntag!

Samstag, August 23, 2008

Die Jahre der Veränderung

Abigail und Rich sind ein glückliches Paar in den mittleren Jahren, bis Rich nach einem Verkehrsunfall einen Gehirnschaden erleidet.
"In diesen ersten Tagen lösten seine Tochter Sally und ich uns in 12-Stunden-Schichten im Krankenhaus ab, wir sassen neben seinem Bett, lauschten dem Piepsen der Monitore auf der Intensivstation.Wir fürchteten uns davor, ihn allein zu lassen. Es war, als wollten wir ein Ei ausbrüten, ihn mit unserer Anwesenheit warm halten. Wir wollten verhindern, dass er aufwachte, ohne ein vertrautes Gesicht in seiner Nähe zu haben."
Mit grosser Zärtlichkeit schildert Aby diese ersten Tage im Krankenhaus. Die Diagnose lautet: Schädelhirntrauma mit besonderer Schädigung der Stirnlappen.
"Er würde nie wieder daheim leben, nie wieder Auto fahren, nie wieder ein Buch lesen, nie wieder eine Tasse Kaffee machen. Ich wusste das, und ich glaubte es nicht."
Durch diese schwere Kopfverletzung findet eine starke Persönlichkeitsveränderung statt. Halluzinationen und Panikanfälle quälen Rich.
"Ich weiss nicht, wer ich bin", sagt Rich immer wieder. "In meinem Kopf sind so viele Gedanken. Ich bin nicht ich selbst. "Gestern sagte er: "Stell dir vor, du gehst mit deinem Freund die Strasse entlang. Du blickst in ein Schaufenster. Aber direkt hinter dir ist ein Mann mit einer riesigen Rolle voll weisser Farbe, und er übermalt alles, wo du gewesen bist, löscht alles aus. Er löscht deinen Freund aus. Du kannst dich nicht mal an seinen Namen erinnern."
Und an einer andern Stelle:
"Ich suche nach etwas, und ich weiss nicht, was es ist. Ich werde es nicht mal wissen, wenn ich es gefunden habe."
Zeiten der Hoffnung, der Freude wechseln sich ab mit denen der Trauer und tiefster Verzweiflung. Aby plagen Schuldgefühle. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrem Wunsch , immer bei Rich zu bleiben, der sich in einer Langzeiteinrichtung für Menschen mit Hirnschäden befindet, oder ihr eigenes Leben zu leben ohne sich egoistisch vorzukommen.
"Die Angestellten wussten, was sie taten, sie hatten schon alles gesehen, sie waren freundlich und geduldig und überarbeitet, und ich vertraute ihnen. Nach einer Woche oder zwei meinte jemand sanft, dass ständige Telefonanrufe nicht nötig wären. Ich sollte mir keine Sorgen machen. Wenn es ein Problem gäbe, würde man mich benachrichtigen."
Aby lernt, allein zu leben, die Löcher zu füllen, die Rich hinterlassen hatte. Sie kauft sich zu ihrem Beagle noch zwei weitere Hunde, die ihr Trost und Kraft geben. In der amerikanischen Originalausgabe heisst das Buch denn auch: "A Three Dog Life"
Langsam findet sie zu einem eigenständigen Leben, in dem es genügend Platz hat für sich selber und für ihren Mann.
Sie erkennt:
"Ich kann das Wetter nicht beeinflussen, den Verkehr, das Glück. Ich kann Gutes nicht geschehen lassen. Ich kann von niemandem Gefahr abwenden. Ich kann die Zukunft nicht beeinflussen, und ich kann die Vergangenheit nicht in Ordnung bringen. Welche Erleichterung!"

Nachdenklich hat mich dieser Satz gemacht:
"Gute Dinge geschehen langsam" hat mir ein Arzt vor Monaten auf der Intensivstation gesagt, "und schlechte Dinge geschehen schnell."

Freitag, August 22, 2008

Hochzeit

Liebs Simöneli

ich wünsche euch alles Glück der Welt und gratuliere ganz herzlich zur Hochzeit!

Hochziit

"Er hätt sie,
sie hätt ihn
jetzt hei sie's."

nach Dieter Fringeli

Hundstage

Meteo Schweiz sagt dazu:

"Eine beständige Hochdrucklage von Mitte Juli bis Mitte August (24.7.-23.8.) mit extrem heißen Tagen, vor allem im Mittelmeergebiet. Der Name rührt daher, da die Sonne in dieser Zeit etwa gleichzeitig mit dem "Hundsstern" ( Sirius) aufgeht."

Donnerstag, August 21, 2008

Sweet Eighteen!


Liebstes Geburtstagskind, ganz herzlichen Glückwunsch zum Festtag!

Schweden-Reise


Dieser Reiseführer von Thomas Kliem war uns ein treuer Begleiter bei der Planung unserer "Traumrouten von Skane bis zum Silijansee"









Mittwoch, August 20, 2008

Der Schnitter

"Der Schnitter", Vincent van Gogh

Bei diesem Bild kommt mir sofort das folgende Gedicht von Ernst Jandl in den Sinn: Link

Dienstag, August 19, 2008

die Rast

Nahe des Campingplatzes Marielyst am Sildestrup Strand (DK)
erstrecken sich weite Kornfelder.

Von "einem Bett im Kornfeld" ist dringend abzuraten! Die Ähren zwicken und zwacken und stechen und schneiden.
"Mittagsrast" von Vincent van Gogh

Montag, August 18, 2008


"Eine weiche See umspült das Haus
Eine See aus Sommerluft
Und hebt und senkt das magische Boot
Auf sorgenfreiem Kurs -
Der Schmetterling ist Kapitän
Die Biene Steuermann
Und als vergnügte Mannschaft
Heuert ein Weltall an.
"

Emily Dickinson

Freitag, August 15, 2008

Herzen


Gestern besuchte ich den Blog von Herzblatt und fand dort ihren wunderschönen Quilt aus lauter roten Herzen.

Diese Herzen erinnern mich an eine Erzählung von Rachel Naomi Remen in ihrem Buch: "Aus Liebe zum Leben"

Die Geschichte heisst: "Am Herzen festhalten"
Sie berichtet von "Bridges" (Brücken) einer Organisation in Tacoma, Washington, die kleine, ausgestopfte Herzen aus Samt näht. Sie verschenkt sie an Kinder, welche mit dem Tod in Berührung gekommen sind. Die kleinen Herzen passen gut in jede Tasche und können auch in die Schule mitgenommen werden. Die Herzen werden als "Schmeichelherzen" bezeichnet, weil die Kinder sie festhalten und streicheln können. "Diese kleinen Herzen geben den Kindern die Erlaubnis, ihr eigenes Herz zärtlich zu umfassen und zu trauern. Sich daran zu erinnern, dass sie geliebt wurden und dass sie selbst lieben können. Die Kinder tragen es so lange bei sich, wie sie es brauchen und sie finden Trost darin, seine Sanftheit zu spüren, wenn der Gedanke an ihren Verlust sie zu überwältigen droht."

Donnerstag, August 14, 2008

"Mövenrausch"

Diese majestätisch fliegenden Vögel kreisten über uns und begleiteten uns während der Überfahrt. Ich hatte beinahe das Gefühl, dass sie über uns wachten. Sie unterhielten sich miteinander und manchmal klang ihr Rufen wie Kinderweinen. Weil sie so nahe an uns vorbeiglitten, konnte ich meine Kamera keine Sekunde weglegen. Ich habe mich hier sehr zurückgehalten und nur einige Bilder gepostet.









Mittwoch, August 13, 2008

mit dem Wohnmobil unterwegs

Mit der Fähre fuhren wir von Rostock (D) nach Gedser.(DK)


Während der Überfahrt las ich im Buch von Mick Conefrey: "Wie man bei Windstärke 10 stilvoll eine Tasse trinkt"
"Das geheime Wissen der Abenteurer und Entdecker"

Ich erfuhr, "...warum Peary auch nach Jahren bei den Inuit immer noch nicht heim nach England wollte und in welchem Outfit Freya Stark in die Wüste zog? Dass Bergsteiger früher überzeugt davon waren, Rauchen sei gut für den Hals und trage zur Anpassung an die dünne Höhenluft bei? Dass viktorianische Entdecker gegen den Durst Patronenkugeln lutschten und John Franklin vor lauter Hunger seine Lederstiefel aufzuessen begann? Und wie viele Flaschen Champagner die Erstbesteiger auf den Montblanc hochschleppten?
Wie die grossen Abenteurer und Entdecker ihre Expeditionen anpackten, worin sie scheiterten, womit sie Erfolg hatten und was wir von ihnen lernen können...."

(Zitate vom Buchumschlag)

Ich denke, dass ich mich mit dieser Lektüre optimal auf unsere "mobilen" Ferien vorbereitet habe. ;-)
"Frohlocken ist der Binnenseele
Fahrt hinaus aufs Meer, vorbei
An den Häusern - Landausläufern -
In die tiefe Ewigkeit -

Berggeborene wir - ob jemals
Wohl ein Seemann dies verstand
Himmelstrunkenheit der ersten
Meile draussen frei vom Land?"


Emily Dickinson
(Aus dem Amerikanischen von Werner von Koppenfels)