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Freitag, Januar 16, 2009

Südamerika

Wir hatten Heimweh nach Südamerika und darum flogen wir kurz nach Weihnachten nach Argentinien und Uruguay und besuchten unsere Freunde. Liebevoll wurden wir in ihre Familien aufgenommen und genossen die grosszügige Gastfreundschaft. Wir wurden zu Sehenswürdigkeiten geführt, lernten ein wenig das Alltagsleben kennen und man gab uns das Gefühl sehr willkommen zu sein.
Wieder besuchten wir in Salta den berühmten Marienwallfahrtsort und liessen uns vom heiligen, heilenden Ort berühren.

In Salta betrachtete ich fasziniert die prächtigen Brunnenskulpturen, die mit den Tauben spielten.



Im Departement Flores, (Uruguay) dessen Hauptstadt Trinidad ist, herrschten biblische Plagen: Dürre und Heuschrecken. Seit mehr als einem Jahr hatte es nicht mehr geregnet und Trockenheit breitete sich aus. Wir sahen Schwärme von Heuschrecken, die auch noch das letzte grüne Gras frassen.


Immer wieder ging ein prüfender Blick zum Himmel, ob nicht endlich der Regen kommt.

Als wir in Trinidad eine Kirche besuchten, eilte eine Frau auf mich zu und überreichte mir ihren Rosenkranz. Verblüfft hielt ich ihn in den Händen und wusste nicht so recht, ob ich ihn sogleich beten, ihn abkaufen oder wieder zurück geben sollte. Energisch bedeutete sie mir, ihn in die Tasche zu stecken und zu gehen. Gerührt betrachtete ich das Geschenk. Es bestand aus einem elastischen Faden, einem kleinen Plastikkreuzchen und roten Plastikperlen.
Dieser Rosenkranz wird mir einer der liebsten sein.

In Igazu ( ARG) bewunderten wir die phänomenalen Wasserfälle.







Ich war überwältigt von dieser erhabenen Schönheit.

Heute bedankten sich übrigens unsere Freude telefonisch, dass wir ihnen den lang ersehnten Regen geschickt hätten.

Wenn das so leicht geht - übermütig versprach ich auch noch Schnee zu senden.

Sonntag, November 30, 2008

Kurztrip

Mein Liebster outete sich als Reisemarschall und lud meine Schwestern und mich ein auf eine Reise nach Wien. 1000 Dank! Am 26. November war es so weit. Für drei Tage weilten wir in der schon weihnachtlich gestimmten Hauptstadt.

Es herrschte ein kalter Wind und die Fiaker warteten auf kälteunempfindliche Fahrgäste.


Vor dem Stephansdom wurde der Christbaum aufgebaut.


Ein Lebkuchenhäuschen in einer Hotelhalle lockte uns an mit seinem weihnachtlichen Duft. Wären nicht überall Pagen herum gestanden, ich glaube, unsere grosse Schwester hätte der Versuchung nachgegeben und eine kleine Ecke stibitzt.


In der Kärtner Strasse spielte eine junge Pianistin hingebungsvoll und unbeeindruckt von den vielen Fussgängern neben einer Wärmelampe.

Wir besuchten die majestätische Karlskirche, deren Erbauer Karl VI war und der den Leitsatz prägte: "Durch Beharrlichkeit und Stärke". Mit dem Panoramlift fuhren wir in schwindelerregende Höhen, bis zur Kuppel hinauf.
Der Abendhimmel über Wien.

Ich habe keine Fotos gemacht über das Riesenschnitzel im Figlmüller, das Tortenstück im Sacher, die wunderschöne Van Gogh Ausstellung in der Albertina, die Spanische Hofreitschule, das Liechtenstein Museum, Wiens jüngster Kunsttempel und und und. Unsere kleine Schwester, sorry Lulu, das wirst du für uns immer bleiben :-) ist Fotografin und macht so schöne Bilder, dass ich meistens glatt vergesse meine Kamera zu zücken und nur noch lächle.


Hier ein letztes Bild, das zeigt, wie wir um die Häuser zogen.

Dienstag, Oktober 21, 2008

Ofenpass




Auf der Rückfahrt fuhren wir über den Ofenpass. Einmal mehr wollten wir gar nicht weiter fahren. Diese grandiosen Schneeberge, die goldenen Tannen, der warme Sonnenschein erfüllten uns mit Entzücken und Dankbarkeit.

Montag, Oktober 20, 2008

Herbstfarben





Rund um den Kalterer See zeigt sich der Herbst in leuchtenden Farben. Die Traubenlese hat begonnen.

Jedes Blatt

"Ich sage dir was ich sehe manchmal
Jedes Blatt einzeln am Baum oder
Aufm Kies kleine Sicheln oder wie das
Weitergeht mit mir: kurze Aufenthalte
Alles wieder zusammenpacken und fort"


Sarah Kirsch

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Nun geht unsere Fahrt weiter nach Graun, wo wir den halbversunkenen Kirchturm bestaunen.

Glurns, das kleine Festungsstädtchen besitzt noch völlig intakte Stadtmauern.

Mit dem Wohnmobil kommen wir jedoch nicht durch das Stadttor. Durch Überschwemmungen wurde der Boden immer weiter angehoben, sodass die Durchfahrtshöhe sehr niedrig ist.

Das kleine Städtchen ist wunderschön, voll malerischer Winkel und Gassen.

In Meran besuchen wir den Soldatenfriedhof. Hunderte von kleinen Kreuzen stehen im Gras.


Frage und Antwort

"Was kann man
gegen die Trauer tun?

eigentlich nichts

ausser trauern."

Franz Hohler

Montag, Oktober 13, 2008

Fahrt ins Süd - Tirol

Am Marmorerasee (GR) machen wir einen Halt.
Der erste Schneeball fliegt über den See.

Wir bewundern den Seen, die verschneiten Berge, die herbstlichen Bäume.

Weiter geht die Fahrt zu Lulu nach St. Moritz.

Dort wandern wir zum Stazersee und nehmen entzückt die grossartige Landschaft in uns auf.

"So ruhig geh ich meinen Pfad,
so still ist mir zumut,
es dünkt mich jeder Weg gerad,
und jedes Wetter gut.

Wohin mein Weg mich führen mag,
der Himmel ist mein Dach,
die Sonne kommt mit jedem Tag,
die Sterne halten Wacht.

Und komm ich spät, und komm ich früh
ans Ziel, das mir gestellt:
verlieren kann ich mich doch nie
o Gott, aus Deiner Welt."

Joseph Freiherr von Eichendorff


Freitag, Oktober 03, 2008

verreisen

"Reisen können ist eine der schwierigsten Künste.
Eigentlich müsste man es im Hauptberuf betreiben."

Walter Nissen

Diesen Ausspruch nehme ich mir sehr zu Herzen! ;-)


Nächste Woche sind wir mit dem Wohnmobil unterwegs.

"Es scheint, dass mit den veränderten Landschaften, die vorbeiziehen, auch andere seelische Landschaften ins Licht gerückt würden, die vorher im Dunkel, im Vergessenen lagen. Und so bedeutet dem Empfindsamen Reisen ein unaufhörliches Bereichern des Lebens, unerschöpfliche Nahrung für den Geist, unendliches Verfeinern der Gefühle."

Kurt Pahlen

Samstag, August 30, 2008

Tjörn

Skärhamn ist ein wunderschöner Fischerort, der die Herzen höher schlagen lässt. Er befindet sich auf der Insel Tjörn, wo sich Fischer und Wassersportler ein Stelldichein geben.





Auch die Hunde werden seetüchtig gemacht.

Segelschiffe

"Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch
Und über sich Wolken und Sterne.
Sie lassen sich fahren von himmlischem Hauch
Mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand
Wie trunkene Schmetterlinge.
Aber sie tragen von Land zu Land
Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Winde liegt und sich wiegt,
Tauwebüberspannt durch die Wogen,
Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,
Und ihr Fleiss ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. -
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. - Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken."

Joachim Ringelnatz