Dienstag, Oktober 10, 2006

Goldener Herbst


Isaak Iljitsch Lewitan malte dieses Bild um 1895. Es heisst: Goldener Herbst

So eine goldenene Herbstzeit wünsche ich uns allen.

Montag, Oktober 09, 2006

Oktobervollmond



Ich habe selten so einen grossen vollkommenen leuchtenden Vollmond gesehen wie in diesen Oktobernächten.

"Vollmond im Herbst.
Die ganze Nacht bin ich
rund um den Teich gegangen."
Basho

"Gross und hell der Mond.
Ich ging und ging, aber
der Himmel blieb fern."
Chiyo-ni

"Sind in den Augen des Mondes die
Die ihn heute betrachten
Dieselben
Wie in den Jahrtausenden vor ihnen?"
Abbas Kiarostami

Samstag, Oktober 07, 2006

Steffi hat Geburtstag




Happy Birthday liebs Steffeli !

"Ich wünsche dir von allen Torten
das schönste, grösste, beste Stück.
Und mehr als das. Mit andern Worten:
Vor allem wünsche ich dir Glück."

Frantz Wittkamp
(und ich;-)

Mehr bedarfs nicht.

Reich beschenkt komme ich zurück aus dem Reich der Lyrik. Ich bin tief eingetaucht in die altvertrauten Gedichte der grossen Dichterfürsten.

Jürg Amann ist selber Schriftsteller. Er schrieb zum Beispiel die Erzählung: "Mutter töten", Hörspiele, Theaterstücke.

Nun hat er 144 wunderschöne Gedichte ausgewählt und herausgegeben.
Seiner Ansicht nach sind es die zwölf besten Gedichte der zwölf besten deutschsprachigen Dichter überhaupt. Er behauptet kühn, dass es nicht mehr brauche, dass man auf den Rest verzichten könnte.

Der Titel: "Mehr bedarfs nicht", stammt aus dem Gedicht von Hölderlin: "An die Parzen". Der Dichter meinte damit bescheiden, dass E i n wirklich gelungenes Gedicht genüge um ein glückliches Dichterleben zu führen.
Aman hingegen beruft sich auf seinen Literaturprofessor Emil Staiger, der forderte, dass es für die Aufnahme in den Olymp 12 makellose Gedichte brauche.

Aman spannt nun einen grossen Bogen. Er nimmt in seinem Buch je zwölf Gedichte von Goethe, Hölderlin, Mörike, C.F.Meyer, Trakl, Rilke, Hofmannsthal, Lasker-Schüler, Benn, Brecht, Celan und Bachmann auf.

Ich bin begeistert, so viele wundervolle Gedichte hier vorzufinden. Die Auswahl ist natürlich sehr subjektiv ausgefallen. Und ja, ich vermisse einige Gedichte, zum Beispiel die von Heine, Schiller, Kaléko...

Es ist gut möglich, dass andere Autoren diese Idee aufgreifen und so quasi als Gegenvorschlag einen Gedichtband mit ihren Lieblingsgedichten herausgeben.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

neuer Blickwinkel


"Leute, die auf Stelzen gehen,
können in die Ferne sehen.
Sie können den Himmel berühren
und passen nicht mehr durch die Türen."

Frantz Wittkamp

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Schäfchenwolken


So sah der Himmel noch gestern um die Mittagszeit aus.

"Wenn der Himmel gezupfter Wolle gleicht,
das schöne Wetter bald dem Regen weicht."
Beat Wismer

Montag, Oktober 02, 2006

"Manchmal trägt die Wirklichkeit
eine bunte Unterhose
unter ihrem grauen Kleid.
Und im Knopfloch eine Rose."

Frantz Wittkamp

Warum ?



Warum?
"Ich sah ein kleines Mädchen am Strassenrand stehen.
Es zitterte vor Kälte in seinem dünnen Kleid.
Und Aussicht auf ein warmes Essen hatte es nicht.
Da packte mich eine unbändige Wut,
und ich sagte zu Gott:
"Warum lässt Du so etwas zu?
Warum unternimmst Du nichts dagegen?"
Eine Weile sagte Er nichts.
Doch noch am selben Abend
meldete Er sich plötzlich zu Wort:
"Natürlich habe ich etwas dagegen unternommen.
Warum sonst hätte ich dich erschaffen?"

Verfasser unbekannt
Aufgeschrieben von Mary Rose McGeady

Sonntag, Oktober 01, 2006

Sonntag Ruhetag

Anstelle des blauen Himmels habe ich heute meinen Desktop fotografiert.

Draussen schleicht der Nebel herum und verschlingt die Berge.

Ich ziehe mich warm an und betrachte vom roten Liegestuhl aus meine kleine Welt.

Die Wolken teilen sich und geben ein winziges Stück des blauen Himmels preis.

Ich schaue dem Gras beim Wachsen zu.

Samstag, September 30, 2006

Vogelgeflüster






In Kreta fliegen einem die Vögel um die Ohren.
Die Papageien setzen sich sogar auf Kopf und Arm.
Während des Eintauchens in die farbenprächtige federleichte Vogelwelt,
bleibt die Welt einen Flügelschlag lang stehen.
Es scheint, dass die Menschen die Vogelsprache verstehen und grossen Nutzen daraus ziehen.
Sie lachen,
umarmen sich.

Ich wünsche euch ein frohes leichtes Wochenende.

Freitag, September 29, 2006

eine Tasse Kaffee


Monolog für Alleinstehende

Ruf mich doch an!
Zwo Zwo Acht Eins Null Neun.
So gegen sieben, wenn es dämmert.
Man fühlt sich dann so schrecklich übriggeblieben.
Und ziemlich belämmert.
Mit seinem einsamen Whisky
Und der matten gelben Rose
Im schwedischen Glas
Und dem Abendrefrain:
Wozu? Wozu.
Nach wieder einmal eines Tages Mühen.
Das kann einem schon auf die Nerven gehn.
Ich werde doch endlich das Gas aufdrehn.
Und dir einen ordentlichen Kaffee brühen.

- Was dachtest denn du?

Mascha Kaléko

Donnerstag, September 28, 2006

Hoffnung


Hoffnung

"Für die Zukunft besteht
Hoffnung, denn Gott hat Sinn für
Humor, und er findet uns lustig."
Bill Cosby

"Hoffen heisst: die
Möglichkeit des Guten erwarten."
Soren Kierkegaard

Mittwoch, September 27, 2006

noch mehr Kürbisse



Gemüse und ein Früchtchen zu verkaufen!

Dienstag, September 26, 2006

Kürbisse






Hab' mein Wagen, voll geladen, voll mit.....

Montag, September 25, 2006

Herbsttag

Diese Sonnenuhr befindet sich an unserm Rathaus. Der Text darunter lautet:

"EINE VON DIESEN WIRD AUCH DIE DEINE SEIN."


"Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die
letzte Süsse in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben."

Rainer Maria Rilke

Freitag, September 22, 2006

Spätsommer



"Noch einmal, ehe der Sommer verblüht,
Wollen wir für den Garten sorgen,
Die Blumen giessen, sie sind schon müd,
Bald welken sie ab, vielleicht schon morgen.

Noch einmal, ehe die Welt
Irrsinnig wird und von Kriegen gellt,
Wollen wir an den paar schönen Dingen
Uns freuen und ihnen Lieder singen."

Hermann Hesse

Donnerstag, September 21, 2006

Gelb



Vinvent van Gogh schrieb seinem Bruder Theo:

"Ich arbeite zurzeit an einem Strauss von zwölf Sonnenblumen in einer gelben Tonvase, und ich habe vor, das ganze Atelier mit lauter Sonnenblumen auszuschmücken."
Arles, 2. Augusthälfte 1888

Ich stelle mir das wunderschön vor: Ein Zimmer voller Sonnenblumen. Das hat sicher traumhaft ausgesehen. Aber ein Feld mit Sonnenblumen ist mir noch lieber.

Die Lieblingsfarbe von van Gogh war GELB. Zu Beginn seines Schaffens nahm er gelben Ocker. Später dann verwendete er Cadmiumgelb oder Chromgelb.

Mittwoch, September 20, 2006

Vierzehn Sonnenblumen in einer Vase

Dieses Sonnenblumenbild malte Vincent van Gogh.

Der folgende Text stammt aus einem Brief von ihm an seinen Bruder Theo :

"Ich male jetzt mit demselben Eifer,
mit dem ein Marseiller seine Bouillabaisse löffelt,
was Dich nicht wundern wird, wenn du hörst,
dass ich grosse Sonnenblumen male...
Ich bin beim vierten Sonnenblumenbild.
Es ist ein Strauss von vierzehn Blumen vor einem gelben
Hintergrund, wie ein Stilleben mit Quitten und Zitronen,
das ich früher mal gemacht habe."
Arles, August 1888

Montag, September 18, 2006

Sonnenblumen










Sonnenblumen geben sich der Sonne hin. Sie fangen ihr Licht ein und speichern es. Sie tragen die Essenz des Sommers in sich und schenken sie freigiebig weiter.

Freitag, September 15, 2006

Sonnenuntergang


"Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang.
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! sein Sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück."
Heinrich Heine

Ich wünsche euch ein erholsames, sonniges Wochenende.